(München, D) Der Blitzer im Baustellenbereich am Münchner McGraw-Graben verärgert viele Autofahrer. Hunderte Führerscheine sollen seit Ende Juni eingezogen worden sein.

Es gehe der Stadt ums Abkassieren, glauben die FDP und der Verein „Mobil in München”. In zehn Tagen, seit dem der Blitzer im Tempo-30-Bereich aufgebaut wurde, wurden ca. 800 Führerscheine eingezogen.
Eine Zahl, den die Stadt „weder bestätigen noch dementieren” will. Man könne noch nicht sagen, wie viele Fahrverbote ausgesprochen worden seien. Nadja Hirsch (FDP) sieht im Vorgehen der Stadt Methode. „Die Radarkontrollen dienen nicht mehr nur als lukrative Erwerbsquelle. Sie sind jetzt auch eine Entzugsmaschinerie.” Die Geschwindigkeitsbegrenzung werde nicht klar genug kommuniziert. „Von der Autobahn ist es nur ein kurzes Stück, in dem man stark abbremsen muss.”
Die Radarfalle sei „Schikane” und eine „Verkehrsgefährdung”, poltert Michael Haberland vom Verein „Mobil in München”. „Wir warten auf die ersten Schwerverletzten.” Die Fahrer würden den Blitzer sehen und scharf bremsen. „Vor vier Wochen hat es einen schweren Unfall gegeben”, sagt er. mehr Infos

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