(Böblingen, D) Die Stadt Böblingen ersetzt ihre fünf stationären Radaranlagen durch neuartige Blitzer in Littfaßsäulen-Optik. Die Bilder sind angeblich besser als bisher und werden direkt, digitalisiert zur Bußgeldbehörde übermittelt.
Die Starenkästen an der Wolfgang-Brumme-Allee - auf dem Weg von der A81-Anschlussstelle Böblingen/Sindelfingen in die Böblinger Innenstadt - sind als erstes gegen die neuen, Poliscanspeed genannten, Radarfallen ausgetauscht worden.
Verwaltung und Gemeinderat wollen mit den ungewohnten Blitzsäulen vor allem sparen. Zwar kosten die fünf Exemplare, die bis Ende 2009 aufgestellt werden, mit der dazugehörigen Software knapp 230.000 Euro. Dafür sollen sie jährlich rund 43.000 Euro einsparen und sich nach etwa fünf Jahren bezahlt machen. Angesichts von jährlichen Bußgeldeinnahmen in Höhe von 200.000 Euro, dürfte es keine 5 Jahre benötigen.
Durch die digitalisierten Bilder und der damit verbundenen besseren Qualität, rechnen Experten der Polizei mit 90 Prozent der Bilder die verwertbar sind. Noch ein Vorteil besteht darin, dass die Kamera die Spuren unterscheidet und auch zwei Autos aufnehmen kann, die nebeneinander zu schnell fahren. Mit dem alten System hatte der zweite Fahrer Glück und blieb ungeblitzt.
Neben Wiesbaden und Ludwigshafen ist Böblingen eine der ersten Städte, die auf das stationäre PoliScan-System setzt. Eine Sprecherin vom Hersteller Vitronic verweist darauf, dass die Polizei die mobile Version auch auf den baden-württembergischen Autobahnen einsetzt. Tatsächlich steckt das Land rund 900000 Euro in zehn Großgeräte und 29 Laserpistolen. ...mehr Infos
